Sobedruhy
Beschreibung
- Sobedruhy (deutsch: Soborten) liegt drei Kilometer nordöstlich von Teplice
- Friedhof liegt abseits der Hauptstraße in Höhe des Zahradkyweges
- noch 400 Grabsteine teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert
- Grabsteine befinden sich auf Grund der Verwitterungen in schlechtem Zustand, viele wurden auch geschändet
- laut Literatur wurden hier auch Dresdner und Freiberger Juden beerdigt
Zeittafel
- 1334
- erste urkundliche Erwähnung von Juden
- 1500
- Holzsynagoge wurde durch Steinbau ersetzt, eine in Sobedruhy gefundene Lampe trägt eine Inschrift von 1553
- 1724
- gab es in Sobedruhy 120 jüdische Familien
- 1774
- fanden schwere Ausschreitungen gegen Juden statt
- 1750
- Kaiserin Maria finanzierte einen Glockenturm für die Synagoge
- bis 1751
- wurde der Friedhof von sehr vielen jüdischen Gemeinden der Umgebung genutzt, sogar Bestattungen Dresdner und Freiberger Juden fanden hier statt
- 1842
- bestand die jüdische Gemeinde aus 245 Mitgliedern und im Jahr 1893 aus 393 Personen
Im 19. Jahrhaundert setzt sich, trotz der liberalen jüdischen Gemeinde im nahe gelegenen Teblice, eine orthodoxe Gemeindetradition in Sobedruhy durch.
- 1897
- sämtliche Grabinschriften wurden aufgefrischt, man errichtete eine Zeremonienhalle und schaffte einen Leichenwagen an
- 1900
- Eröffnung des Gemeindehauses
- 1902
- lebten 376 Juden in 17 Häusern
- 1930
- gab es lediglich noch 51 Juden
- 1938
- Auflösung der jüdischen Gemeinde und alle Juden mussten die Stadt verlassen
Friedhof wurde geschändet, die Synagoge zerstört und ihre Uhr in der Kustodie der Gemeinde eingelagert
damit endete jüdisches Leben in Sobedruhy
