Frauensteiner Str. 45
Zwangsarbeitslager "Freia GmbH"
Acht jüdischen Frauen kamen hier nachweisbar ums Leben, wurden eingeäschert und auf dem Freibergern Donatsfriedhof begraben (ohne Grabstein). Ihre Urnen wurden 1950 auf den Jüdischen Friedhof nach Hannover überführt. Eine Stele erinnert - ohne nähere Angaben - an diese Opfer des faschistischen Terrors auf dem Ehrenfriedhof der sowjetischen Gefallenen an der Freiberger Himmelfahrtsgasse.
Die bisher bekannten Toten sind:
Margit Kufler, Ungarn,
geb. 14.06.1917 in Györszemert (Ungarn)
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen am 08.11.1944 (beerd. 09.11.44)
Alter: 27
Olga Leier, Slowenien,
geb. am 20.04.1914 in Tapoltszian (Slow.)
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen am 08.11.1944 (beerd. 09.11.44)
Alter: 30
Regina Elovic, Slowenien,
geb. am 09.09.1914 in Bardow (Slow.)
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen im Nov. 1944 (beerd. 24.11.44)
Alter: 30
Chawa Lubinska, Polen,
geb. 23.11.1920 in Lodz
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen im Dezember 1944 (beerd. 19.12.44)
Alter: 24
Charlotte Seger, Tschechoslowakei,
geb. 16.08.1928 in Pilsen
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen im Jan. 1945 (beerd. 27.01.45)
Alter: 15
Paula Landowicz, Polen,
geb. 18.10.1920 in Lodz
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen im März 1945 (beerd. 17.03.45)
Alter: 24
Rosa Klein, Polen,
geb. 24.12.1914 in Rawa-Mazowiecka
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen im März 1945 (beerd. 19.03.45)
Alter: 30
Bela Rosenbaum, Polen,
geb. 26.05.1925 in Lodz
im Zwangsarbeitslager "Freia GmbH" umgekommen im März 1945 (beerd. 26.03.45)
Alter: 19
Außerdem gab es einen nichtjüdischen Beschäftigten, der von einem Kollegen denunziert worden ist, weil er sich abfällig über Hitler geäußert hat. Der Denunzierte wurde verhaftet und erhängte sich im Gefängnis. Der Denunziant wurde dafür zu DDR-Zeiten zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten verurteilt. Der Name des Opfers ist uns noch nicht bekannt.

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