Prof. Dr. Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch
Prof. Dr. Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch
- 1881
- am 13. September in Asow am Don als Sohn eines Rabbiners geboren
- 1900 - 1904
- Studium an der Bergakademie Freiberg; Verteidigung einer Diplomarbeit zum Streckenvortrieb mittels Vereisung
- 1905/1906
- Rückkehr nach Russland; politischen Verbannung wegen antizaristischer Agitation
- 1912 - 1917
- Forschung nach Kohlen- und Erzlagerstätten im Hohen Norden Russlands (Spitzbergen, Karelien, Halbinsel Kola)
- 1917
- Sekretär der "Kommission zur Erforschung und praktischen Nutzung der Produktivkräfte des Hohen Nordens"
- 1920
- Ernennung zum Leiter der "Sewekspedizija" (verantwortlich für die gesamte russische Polarforschung)
- 1921 - 1927
- Leiter von fünf Expeditionen nach Nowaja Semlja
- 1928
- wissenschaftlicher Leiter der Rettungsexpedition des russischen Eisbrechers "Krassin" für die verunglückte italienische Nobile-Luftschiffexpedition
- 1929/30
- Leiter weiterer Nordpolarexpeditionen
- ab 1931
- Direktor des Arktischen Institutes Leningrad; wissenschaftlicher Leiter der Fahrt des Luftschiffes "Graf Zeppelin" in die Arktis (1931); enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Polarforschung- und Luftschiffsgesellschaft
- 1936/1937
- Verhaftung und Deportation in ein "Gulag"; dort ca. 1940 umgekommen