Carl (Samuel) Elb
Bildnis- und Genremaler
Carl (Samuel) Elb (1817 - 1881)![]()
Carl Elb wurde am 6.April 1817 in Dresden geboren. Die Eltern, Kaufmann Nathan Levy und Lea Elb, waren wohlhabend, was eine breite gesellschaftliche Bildung möglich machte. Seine fünf Jahre ältere Schwester Johanna hatte 1831 Jeremias David Alexander Fiorino aus Kassel geheirratet, der zu diesem Zeitpunkt schon ein erfolgreicher Maler in Dresden war. Möglicherweise beeinflusste die schon über mehrere Jahre währende Bekanntschaft mit Fiorino die künstlerische Entwicklung des jungen Carl Elb, denn im Jahr der Heirat begann er sein Studium an der Kunstakademie.
Bild rechts: Ein typisches Porträtbild des 19.Jahrhunderts. In exakter Manier malte Carl Elb 1850 den General der Infanterie Bernhard von Rabenforst. Dieses Ölbild befindet sich als Leihgabe im Dresdner Militärhistorischem Museum.
- 1831
- Beginn des Studiums an der Dresdner Akademie der Künste
- 1836
- Studium in Düsseldorf
- 1840
- entstand das bekannte Genrebild "Ein Winzermädchen aus der Rheingegend"
- 1841
- Genrebild "Mädchen bei der Toilette"
- 1843
- Rückkehr nach Dresden, hier lebte er als Porträtmaler. Fast jedes Jahr stelle er "männliche und weibliche Bildnisse" in Dresden aus.
- 1845
- war Carl Elb Mitglied im Dresdner Kunstverein, so wie neben ihm Fiorino, die Bankiers Bondi und Kaskel, Berthold Auerbach und Joseph Wallerstein
- 1856
- Entstehung seines wohl bekanntesten Bildes von dem Dresdner Hofschauspieler Emil Devrient, das sich heute im Stadtmuseum Dresden befindet. In dieser Zeit hatte Carl Elb ein eigenes Atelier im Haus Elbberg 21.
- 1859
- Kurz nach der Geburt ihres ersten Sohnes Moritz Aron Elb zog Carl mit seiner 15 Jahre jüngeren Frau Pauline in die Waisenhausstraße um - direkt über das Geschäft des Kunsthändlers Gellert
- 1861
- Geburt des zweiten Sohnes Felix Nathan
- 1877
- Umzug in die Prager Straße Nr.27 - dieses Haus gehörte seiner Frau, die es offenbar in Erbengemeinschaft mit den Leipziger Bankiersbrüdern Meyer erhalten hatte.
- 1881
- verstarb Carl Elb in Dresden. Da sich sein Grab nicht auf dem Jüdischen Friedhof finden ließ und sein Name auch nicht im jüdischen Sterberegister verzeichnet ist, kann angenommen werden, dass Carl Elb zum Christentum übergetreten ist. Die Gräber seiner 1884 verstorbenen Frau Pauline, geb. Friedheim, und seines 1917 verstorbenen Sohnes Dr.jur. Moritz Elb befinden sich hingegen auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden.
Das imposante Wandgrab seiner Frau Pauline und ihres Sohnes Dr. jur. Moritz Elb zeugt auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden von der Wohlhabenheit der Familie.